Farbe als Faktum

Galerie Strzelski

Mario Strzelski
Rotebühlplatz 30
70173 Stuttgart

"Stern", 2022, Sprühfarbe auf Papier, 61, 43 cm

"Gummi", 2022, Sprühfarbe auf Papier, 61 x 43 cm

"o. T.", 2022, Sprühfarbe auf Papier, 61 x 43 cm

"o. T.", 2022, Sprühfarbe auf Papier, 61 x 43 cm

"o. T.", 2022, Sprühfarbe auf Papier, 61 x 43 cm

"o. T.", 2022, Sprühfarbe auf Papier, 61 x 43 cm

Thomas Nolden und Franziska Wolff in der Galerie Strzelski

Mario Strzelski eröffnet in seiner Galerie am Rotebühlplatz 30 eine Ausstellung mit Werken von Thomas Nolden und Franziska Wolff.  "Farbe als Faktum“ ist das Ganze  überschrieben, und die Anspielung auf den verschwenderischen Einsatz des Begriffes Faktum beziehungsweise die bewusste Rückführung auf einen konzentrierten Einsatz des Wortes wie auch des Malerischen an sich darf man durchaus ernst nehmen. „Tier und Landschaft“ – auch so ließ sich das Programm des 1965 geborenen Städelschule-Absolventen Thomas Nolden überschreiben. Es ist zugleich ein Gegenprogramm. Hier die Landschaft, immer in Bewegung, ständig in flirrender Veränderung – hier das Tier, in hoch konzentrierter Beiläufigkeit geschaut und dabei in eine unverwechselbare Sichtbarkeit gebracht, die das Publikum fast zu immer mal wiederkehrenden Zaungästen macht, die nach ihren Lieblingen schauen.  

Franziska Wolff gibt Contra

Franziska Wolff gibt Contra. Gehörig. 1987 in Berlin geboren, agiert die Meisterschülerin von Corinne Wasmuht ganz im Selbstverständnis der Karlsruher Kunstakademie: Erst kommt die Malerei, dann die Malerei, und dann kommt die Malerei. Wolff schärft aber auch hier nach, nutzt Lacke und Sprühfarben. Von „Farbexplosionen“ ist dann gerne die Rede, aber trifft es das? Eher schon geht es doch um den Raum, der sich öffnet, um das, was unter der jeweils letzten Farbschicht ruht oder auch lauert. 

Franziska Wolff, Jahrgang 1987, lebt und arbeitet in Karlsruhe. Ihre Malmittel sind Lacke und Sprühfarben, für ihre Kompositionen deckt sie die verschiedenen Flächen mit Maskierflüssigkeit (Rubbelkrepp) ab, isoliert Formen, die sie interessieren, etwa eine Holzmaserung oder das innere gekräusel eines Kohlkopfs, aber auch Tierfell oder einen einzelnen Pinselstrich. Sie legt mehrere Schichten aufeinander an, die sich zu durchdringen, zu kreuzen scheinen, die aussehen, als würden sie übereinander fliegen und schwimmen. Mit den unterschiedlichen Malmitteln gewinnt die Meisterschülerin von Prof. Corinne Wasmuht so eine hohe Dynamik abstrakter Formen in der Fläche. Bei näherer Betrachtung entwickeln sich schleierartige Aufsichten, verbinden sich unklare Flächen durchscheinend mit dem darunter liegenden Areal, vermischen sich gekonnt auch durch die gesprayte Farbe die verschiedenen Elemente, öffnen ein neues Gebiet. Aber sie erzielt zudem den Eindruck von Räumlichkeit in der Fläche. Einerseits ist eine Bildfläche, der Bildträger von vornherein plan, wird dann aber auch noch flächig gearbeitet, ohne wie in vergangenen Zeiten üblich, die möglichst täuschende Konstruktion eines Raumes zu versuchen, dann beginnt etwas Neues. 

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Besuch der Ausstellung

Galerie Strzelski
Rotebühlplatz 30
Stuttgart